Ich habe ja vor einiger Zeit die Mastermyrtruhe rekonstruiert, und davon auch ein Vido gemacht. Das Video findet sich in meinem Vorstellungstthread. Wenn ihr wollt, poste ich hier später noch mal den Link. ( Einfach fragen)
Nun war die Kiste ja voller Werkzeuge.
Ich bin grade dabei diese nachzuschmieden, Stück für Stück.
Ich habe schon den Ascherechen und den hammer Nr. 67 gemacht.
Hier die Übersicht aller Hämmer, von mir zusammengestellt aus dem grabungsbericht:
Was haltet ihr von der Annahme, dass das Werkzeug ganz unten der Dorn ist, mit dem die Löcher gemacht wurden? Er sieht ja nicht wirklich typisch aus. Mir ist aber in allen Funden aus der Kiste nichts unter die Augen gekommen, was ähnlichkeit mit einem Dorn hatte. Ein wirklicher Meißel übrigens auch nicht, ein Abschrot war auch nicht dabei. Vielleicht weiß ja einer wie das damals gemacht wurde, oder euch ist was aufgefallen was ich nicht gesehen habe.
Hier nochmal der Link zum Download der PDF über den Mastermyrfund(Englisch): Mastermyr Find- a Viking age toolchst from Gotland, Greta Arvidsson und Gosta Berg
So hier erstmal zum Glutrechen:


Das Blech vorne ist wie im Original mit zwei nieten rangenietet. Der Griff ist aus 15 oder 20 mm Vierkant geschmiedet, ich weiß nicht mehr genau, weil es ursprünglich ein Kerzenläuchter werden sollre, der irgendwie beim Schmieden abbgach. Lange aber einseitige (läuft nich von allen seiten Konisch zu, sondern nur von unten und den Seiten) Spitze, anderes Ende 3-4 cm Flachgekloppt, löcher rein, festnieten an einem entsprechend zugemeißeltem und (Asche auf mein Haupt) geflexten Blech, ca 1,5 mm stark.Die Nieten waren ca. 2,5- 3mm starke Drahtstifte, 1,5 mal die Dicke überstand auf jeder seite, freihand warm vernietet.
Hab leider die Maße jetzt nicht im Kopf, Stehen aber in der Arvidsson-PDF.
Funzt übrigens super, wurde gleich benutzt, weil vorher hatte ich sowas nicht.
Dann zum Hammer: Alter hammer mit zerborstener Finne aus der Werkstatt von Opa genommen, gespaltenes Stück abgeflext.
Hier das Bruchbild der Stelle die ich nach dem Anflexen gebrochen habe, ich fand es insofern interessant, da sich sehr sehr grobe und garnicht schlechte schichten abwechselten, außen war das Gefüge schön fein:
So sah es nach dem Schmieden vor dem Loch in ordnung bringen aus, daneben der eben selbstgeschmiedete Dorn( nicht historisch):
nach dem aufdornen und überschmieden so hab danach leider kein Bild mehr von oben gemacht
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mit Stiel aus Esche (alter Schaufelstiel) sieht es so aus:Von oben:

von unten ( der Keil von unten war leider nötig da sich das Loch blöd gestreckt hatte unten) :
und von vorn ( gehobelt, mit Schwingschleifer und Schachtelhalm geglättet, geölt):
Ich hoffe es gefällt euch, weitere Werkzeuge werden folgen.Was ich vergessen habe zu sagen: Bahn und Finne sind gehärtet und ebenfalls poliert.
Benutzt wird der nicht, zumindest nicht bis zum ersten Markt auf dem ich meine in einigen jahren evtl. fertige Wikischmiede testen darf.
Gute nacht
Edgar







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