Hallo erst einmal,
hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. Sicher können sich gelernte Schmiede/Metaller bei dieser Frage nur an den Kopf fassen nur leider konnte ich auch nach einiger Internetrecherche keine befriedigende Antwort finden.
Also folgendes Problem: Habe ein Messer aus einer alten Blattfeder einer Kutsche geschmiedet. Dazu ein paar 1x0,3cm große, ca. 10cm lange Probestücke um das beste Härteverfahren auszutesten. Das Messer ist auch recht schön geworden (finde ich :) ) nur bin ich mir nun bei der Härtung unsicher. Ein Probestück auf dunkelkirschrot erwärmt, mit Salz und Magnet getestet um ungefähre temperatur abschätzen zu können und einige Zeit auf dieser Wärme gehalten. Dann in Öl abgeschreckt und angefeilt, dabei griff die Feile am gehärteten Ende schon mal ein bischen schlechter (was ja eigentlich ein gutes Zeichen sein sollte) Allerdings lief beim Anlassen auch die blankgefeilte Stelle, auf der ungehärteten Seite mit an!?!?
Was soll ich nun daraus schließen?? Ist es möglich das ungehärteter Stahl anläuft wenn er im Rahmen der Anlassfarben erwärmt wird oder muss der Stahl dafür gehärtet sein? Oder kann es sein das mein Probestück komplett durchgehärtet wurde, obwohl ja nur die eine Seite auf die entsprechende Wärme gebracht und in Öl abgeschreckt wurde? Möglicherweise ein Lufthärter? Aber dann sollte das in Öl doch nicht gehen oder sehr zum verziehen neigen?
Achso habe das Probestück übrigens noch vorm Anlassen einmal über die Ambosskante gehalten und kräftig draufgeschlagen um den Erfolg der Härtung zu bestätigen. Bei den ersten beiden Schlägen hats sich noch verbogen (nur sehr leicht) und beim dritten ist es gebrochen. Sollte doch auch dafür sprechen das die Härtung geglückt ist oder?
Fragen über Fragen.
Hoffe euch ist das nicht zuviel und jemand nimmt sich die Zeit zum lesen.
Vielen Dank im Vorraus
Grüße Vincent :)