12 de março de 2012 16:25
Hallo zusammen,

Ich muss mich für die geweckten Hoffnungen etwas entschuldigen. Wie ich heute erfahren habe, werden die Erzversuche modifizerit, d.h. mit quarz gemischt und dann zermahlen. Desweiteren ist das rote Eisenerz bereits aufgebraucht. Deshalb werde ich vorerst wahrscheinlich kein reines EE mehr in die hand bekommen. Ich ärger mich wirklich, dass ich euch erst heiß gemacht habe und dem Ganzen jetzt einen Dämpfer geben muss. Ich werde mich aber bemühen, jeden Brocken aufzusammeln und für die Leute, die mich jetzt schon angeschrieben haben, zur Seite zu legen. Es wird nur wahrscheinlich etwas dauern, bis da etwas zusammenkommt.

Torzdem habe ich für alle ein paar Bilder gemacht:

Hier das schwarze Eisenerz
eisenerz004.jpg

Hier das rote Erz:
eisenerz001.jpg

Und einmal eine kleine 200 kg Kiste mit schwarzem Goldeisenerz003.jpg

Ich habe auch eine Röntgenflureszensanalyse, allerdings wurde mir gesagt, dass diese keinen Sauerstoff aufzeichnen kann. Deshalb finden sich dort nur Si, Fe, und ein paar andere Elemente. Komischerweise hat mir die gleiche Quelle, die die RFA gemacht hat, auch gesagt, dass es sich bei dem schwarzen Erz um Hämatit handeln soll, obwohl das magnetisch ist und halt schwarz. Ein bisschen Hämatit wird auch drin sein, aber die Hauptfraktion sieht für mich schwer nach Magnetit aus. Die Analyse spricht jedenfalls von einem Fe (NICHT FexOy) GEhalt von über 60%, das wird denke ich eine ganz gute Ausbeute geben.

Die Analyse kommt noch, muss eben schnell ein JPG draus machen. OK das wärs. Zur Erklärung der Tabelle: Wir wollten eventuell vorhandenen Quarz mithilfe einer Magnettrennung entfernen. Daher die Drei unterschiedlichen Probenbezeichnungen. Das hat auch nur zum Teil geklappt, da sich herausgestelle hat (in REM Ausnahmen asehr gut zu sehen), dass Quarzteilchen auch in den eigentlichen Eisenoxidpartikeln eingewachsen waren. Diese sind dann nicht herausgetrennt worden. Das Erz, so wie es in der Kiste liegt, ist die blaue Fraktion.
Wer interesse am kompletten Datensatz hat, der kann sich ja einfach bei mir melden oder mir verraten, wie ich excel files hier anhjängen kann ;).
IDI_zusammensetzung.jpg
Última edição: 19 de março de 2012 17:33, Philippe Brasseur
12 de março de 2012 17:39
Hallo,

das anthrazitfarbene Granulat ist ein sog. Konzentrat. Es handelt sich dabei mit ziemlicher Zicherheit um aufbereitetes Erz, welches als Vorprodukt für die Pellets- und Sintererzherstellung verwendet wird. Auch geologische hämatitische und magnetitische Erze sind nicht absolut rein. Krassen Beispiel ist das magnetitische Erz aus Kiruna (Schweden), welches bis zu 8% P2O5 aufweist. Solche Erze werden vor der industriellen Verhüttung gereinigt/aufbereitet. Dabei werden durch Waschen und Schwämmen unter Zugabe versch. Lösungsmittel Phosphor- Schwefel und Siliziumverbindungen entfernt. Das Resultat ist ein solches Konzentrat welches fast reines Eisenoxid ist. Die Farbe sagt übrigens nichts darüber aus, ob es Magnetit oder Hämatit ist. Dieses kann durchaus aus Fe2O3 bestehen, also Hämatit.

Zum Verhütten eignet es sich scheinbar ganz gut. Es gibt einige Leute, die Konzentrat oder sogar Eisenoxid-Farbpigmente im Rennofen verhütten. Nicht zu vergessen ist allerdings, dass dieses Erz fast keine Schlackebildner enthält. Wie sich dieser Umstand auf das Konglomerieren der Eisenpartikel zur Luppe auswirkt, kann ich nicht genau sagen...

Gruß Jannis

www.xerxes-knives.de

Wer sich verbrennt, beherrscht das Spiel mit dem Feuer nicht!
16 de março de 2012 00:50
Moin, ich suche immer noch Erz. Die Steinhaufen vom Kartoffelroden sind nicht mehr so hoch wie früher und damas lag auch viel mehr Erz auf den Äckern;) An einer "Erzsuche" möchte ich gern mal teilnehmen, einfach um etwas Gefühl und Auge zu bekommen. Vielleicht mit einem gemütlichen Ausklang am Lagerfeuer...

Für mich kämen Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Frage. Also eher eine Suche für Nordlichter und Fischköppe. Die Ausbeute ist mir egal, ich möchte das Finden erlernen!

Gruß Holger
17 de março de 2012 10:42
Hi Holger,

für mich ist die Erzsuche zu großen Teilen Glückssache. Natürlich gibt es gewisse Indizien, z.B. hier beschrieben. Aber nur weil man eine Gegend findet, die alle Kriterien erfüllt, heißt es noch lange nicht, dass es dort Erz gibt. Da es bei uns keine Lagerstätten für geologische Erze gibt, fällt diese Variante für mich eh weg.

Oft ist es hilfreich sich einfach etwas umzuhören. Fahr zu landwirtschaftlichen Betrieben in entsprechenden Regionen und frag die Leute, die täglich in dieser Landschaft arbeiten, nach Raseneisenstein, Moddererz etc. Am besten du nimmst ein Stück Erz mit und zeigst es ihnen. So habe ich z.B. im Teufelsmoor (OHZ) Erz gefunden.

Wenn du einmal weißt wie es aussieht, ist das reine Finden/Erkennen gar nicht schwer. Du kannst auch gerne mal vorbeikommen wenn ich das nächste Mal etwas Erz hole...

Gruß Jannis

www.xerxes-knives.de

Wer sich verbrennt, beherrscht das Spiel mit dem Feuer nicht!
18 de março de 2012 16:23
Moin Jannis,

vielen Dank für die Einladung. Ist das bei Dir die Gegend, wo man morgens schon sieht, wer nachmittags zum Tee kommt?

So etwa ab Juni könnte ich ein paar Tage für eine Erzsuche, gern auch mit kompletter Reise, freihalten. Wenn mein Terminplan steht, hörst Du von mir.


Liebe Grüße, Holger