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Re: Bierstachel

9 ноября 2022 г., 12:32

Sven,

kein Hammer wird 'personalisiert' geliefert! Die Länge und Form des Stiels (der meist viel zu lang ist, aber keinesfalls 'unten' abgeschnitten werden sollte!) sowie die Radien von Bahn und Finne sollten immer angepasst werden. Das gilt für den jeweiligen Entwicklungsstand des Schmieds wie für die unterschiedlichen Arbeiten, die er ausführen möchte. Daher braucht man meist eine gewisse Anzahl an unterschiedlichen Hämmern.

Dass das Kopfgewicht den Körperkräften entsprechen soll, ist sicher jedem klar.

Anfänger tun sich auf alle Fälle leichter mit einem Hammer, dessen Bahn (wenigstens an den Rändern) abgerundet ist. Dann kloppt man zu Beginn der Schmiede-Karriere weniger Macken in das Werkstück. 😉

Schmiede, die viel Erfahrung, gute Technik und Koordination haben, können auch mit einem "scharfen" Hammer (mit flacher Bahn und kaum gerundeten Kanten) gut schmieden, wie man bei den japanischen Schmieden manchmal sehen kann. Aber dazu gehört eben die Sicherheit in der Hammerführung, die nur aus der Erfahrung in der Praxis kommt.

Keine Sorge, im Lauf der Zeit wirst Du Dich verbessern und auch Deine Werkzeuge an Dich und Deine Technik anpassen. Dann hast Du auch keinen Lack mehr auf dem Hammerstiel.....😕

Schmieden lernt man nur durch Schmieden.

Freundliche Grüße

Jean

Re: Bierstachel

8 ноября 2022 г., 22:58

Ich weiß auch nicht, wozu ein Bierstachel gut ist, aber mir fiel die eigenartige Oberfläche des Werkstücks auf. Muss das so zerkloppt sein, oder liegt das am neuen (noch nicht rund geschliffenen) Hammer?

Das kann man sicherlich glatter hinbekommen, wenn die Schläge gleichmäßig und sehr dicht nebeneinander liegen. Dabei hilft, wenn das Werkstück unter dem Hammer durchgeführt wird (wie bei einem Power-Hammer). Der Hammer wandert nicht über das Werkstück!

Viel Erfolg und freundliche Grüße

Jean

Re: Schleifmaschine gesucht

5 сентября 2022 г., 11:13

Mein Tipp: Frage zunächst mal nach Referenzen. Der Lieferant soll Dir Kunden nennen, die bereits mit der Maschine arbeiten.

 

So nach den Papierdaten fällt mir auf: 

1) Die Bandlänge einer solchen Maschine sollte 2.000 mm betragen. Das ist ein Standard, und er macht den Einkauf von Bändern meist etwas günstiger.  

2) Die offene Bauweise macht das handling zwar einfacher, aber der Staub wird stark verwirbelt. Du wirst dann eine leistungsfähige Staubabsaugung benötigen. Aber die brauchst Du auch, wenn Du ein Gehäuse herumbaust!

3) Erkundige Dich beim Fachmann, ob die Elektrik (230 V als Quelle für einen 400 V-Motor) so sinnvoll ist.

4) Ohne Geschwindigkeitsregler ist ein Bandschleifer nicht sinnvoll. Die Bandgeschwindigkeit von 15 m/sec ist etwas gering, allerdings ist das Drehmoment wichtiger. Die Motorleistung von 1,1 kW sollte allerdings prinzipiell ausreichen.

5) Bei solchen eher unbekannten Marken wäre ein Importeur/Stützpunkthändler in der Nähe wichtig

Viel Erfolg!

Jean 

 

Tordieren erster Versuch

29 августа 2022 г., 20:06
.....Wir hatten Bedenken, dass der Rohling bei zuviel Drehen abreißt....

Ja, diese Bedenken teile ich ganz und gar! Zuviel ist immer schlecht und führt meist zum Versagen. Aber in diesem Fall braucht es ein paar Versuche, um die ausreichend hohe (aber nicht ZU hohe) Temperatur herauszufinden sowie die Belastbarkeit des Stahls und der Verschweißung. 

Wenn Ihr den Stahl (vermutlich ein Nickel- und ein Manganstahl?) auf orange erwärmt habt und ihn dann blitzschnell aus dem Feuer nehmt und in den Schraubstock spannt, kann man ihn ganz ordentlich drehen! 

Wie oben gesagt, könnten zu viele Drehungen und vor allen zu niedrige Temperatur, aber auch zu langsame Aktion mit entsprechender Abkühlung tatsächlich Schrott produzieren. Aber das wird schon gutgehen - in jedem Fall lernt Ihr auf diese Weise das Material und die Bedingungen kennen!

Re: Tordieren erster Versuch

29 августа 2022 г., 15:26

Ein bisschen mehr drehen, dann klappt das schon!

Freundliche Grüße

Jean

Re: Hier entstehen meine Krümel an Schmiedeversuchen, eine Werkstatt im Wandel...

3 августа 2022 г., 18:29

Das sieht alles nach ganz viel und sehr kompetenter Arbeit aus! Wenn Du bei Dir fertig bist, komm' doch bitte mal für ca. 6 Wochen zu mir!

 

Hast Du denn schon eine ordentliche Lochplatte? Ich hätte eine große samt Untergestell abzugeben.

Re: Der Handspaten

21 июня 2022 г., 18:06

Alex,

das Teil sieht sehr stabil, aber auch groß und wuchtig aus! Wie schwer ist es? (und wie schwer ist Deine Frau? 😜)

Freundliche Grüße

Jean

Re: Gasesse kommt nicht auf Feuerschweisstemperatur

21 июня 2022 г., 12:49

Sascha,

meist sind solche Probleme mit Fotos allein nicht zu lösen, weil viele verschiedene Parameter eine Rolle spielen. Es geht natürlich immer um Wärmedämmung (oft fälschlich als 'Isolation' bezeichnet, das ist aber ein Begriff aus der Elektrik) und Energie-Zufuhr bzw. -Verluste.

Feuerfeste Materialien haben einen Wärmedurchgangswert, mit dessen Hilfe man eine Ofenwand berechnet. Das machten früher die Hersteller solcher Materialien als Service-Leistung kostenlos. Ist das nicht zu haben, kann man ganz grob sagen, dass die Wärmereflektion umso größer ist, je weniger dicht die Materialien sind. Anders herum gesagt: Ein schwerer Schamottestein mag hohe Temperaturen aushalten, lässt aber viel Wärme "durch" und speichert sie zudem gut. Daher nimmt man feuerseitig hoch belastbares Material (geringe Wärmereflektion) und hinterdämmt es mit Materialien wie Feuerleichtsteinen geringer Dichte und/oder Keramikfaser. Auch andere Materialien werden eingesetzt, z.B. Vermiculit oder Glasfaser. Einen groben Anhaltswert für den Wärmedurchgang einer Ofenwand kann man über die Gehäusetemperatur nach längerer Betriebs-Volllast erhalten. Sie sollte 100°C nicht übersteigen.  

Energie-Verluste (wir sind uns natürlich im Klaren darüber, dass Energie nicht "verloren" geht) entstehen auch durch Zuluft- und Abgasöffnungen. Diese müssen in einem vernünftigen Verhältnis sein. Zwangsbelüftete (= Turbo-) Brenner benötigen weniger Zuluft am Brenner-Port. Die Abgasöffnung darf nicht zu groß und nicht zu klein sein. Bei Deiner Konstruktion kann man das nicht erkennen.

Thema Brenner: Über den Gasverbrauch kann man die Brennerleistung berechnen. Du verwendest offenbar einen Hochdruckbrenner; die sind gut über den Druck zu regeln. Es gibt auch Mittel- und Niedrigdruck-Brenner. Da Du offenbar einen Gebläsebrenner verwendest, muss man sicher auch mit der Luftmenge Versuche machen. Diese ist bei Heizungsbrennern oft fest eingestellt, und das funktioniert dann bei kleinen Öfen nicht mehr. 

Abschließend meine Vermutung, dass Du wohl keinen größeren Brenner brauchst, sondern zunächst mit den vorhandenen Werten experimentieren solltest. Manchmal sind kleine Änderungen bereits sehr wirkungsvoll.

1) Abgasöffnung kontrollieren/variieren

2) Wärmeverluste der Ofenwand, evtl. bessere/mehrschichtige Dämmung

3) Luftmenge des Gebläses variieren

Viel Erfolg!

Freundliche Grüße

Jean


Re: Schuhlöffel

15 июня 2022 г., 12:59

Der geht jedenfalls nicht kaputt!

Re: Kleine Schmiedearbeit...

27 мая 2022 г., 0:26

Der wirkt sehr solide, Ramon!

Freundliche Grüße

Jean

Re: Beil aus C45?

21 мая 2022 г., 11:21

Guten Tag, Sascha!

 

Idealerweise folgt die Maserung tatsächlich der Form des Griffs, aber bei einem ausgeprägten Kuhfußstiel ist das wirklich etwas viel verlangt! Aber es gibt ja gute Gründe für die Wahl der geeigneten Hölzer. Deren Zähigkeit verhindert das schichtweise Abreißen in der Maserung bei guter Dimensionierung und bestimmungsgemäßem Gebrauch.

Die Belastungen im Griffquerschnitt treten tatsächlich parallel zur Längsrichtung des Beilkopfes auf, und bei stehenden Jahresringen (der Ausdruck ist in der Tat nicht selbsterklärend, sondern eine willkürliche Festlegung) ist die Zähigkeit größer und das Bruchrisiko geringer. Bei Deinem Rohgriff-Entwurf wäre die Steifigkeit (bei verminderter Flexibilität) wohl höher, was sich im Gebrauch als unkomfortabel und eher ermüdend zeigen könnte. Auch Verzug könnte bei einem frischen Griffholz bei liegenden Jahresringen eher auftreten.

 

Wenn Du Bogenbauer wärst, gäbe es darüber keine Diskussion - im flexiblen Teil des Bogens geht natürlich nur "stehend"!

 

Freundliche Grüße

 

Jean

Re: Beil aus C45?

20 мая 2022 г., 11:18

Sascha,

die Jahresringe bei Deinem Stiel sind "liegend", nicht "stehend", wie von Dir empfohlen ( https://www.holzwerken.net/artikel/archiv/stehend-oder-liegend ). Als Musterbeispiel vielleicht nicht so geeignet?

 

Freundliche Grüße

Jean 

 

Beil aus C45?

16 мая 2022 г., 20:05
In der Tat!

Bis vor kurzem war ich auch nur im "alten" Forum unterwegs, weil ich gar nicht wusste, dass es auch ein "neues" Forum gibt. 
Aus meiner Sicht ist es widersinnig, zwei parallele Foren mit gleichem Titel zu haben, daher schaue ich nur noch in das neue Forum. Ich weiß allerdings nicht, welches besser ist! 

Freundliche Grüße

Jean 

Re: Beil aus C45?

16 мая 2022 г., 10:52

Sven,

 

ich will nicht ausschließen, dass ich etwas falsch gemacht haben könnte, aber wie es scheint, haben andere Kollegen das mehrfach hinbekommen, und auch auf meinem PC funktioniert das einwandfrei.

Leider bin ich nicht sehr kundig auf dem Gebiet und kann Dir da nicht helfen. Vielleicht Peter Brunner?

Freundliche Grüße

Jean

Re: Beil aus C45?

14 мая 2022 г., 18:41

Sven,

nachfolgend ein paar Fotos von handgeschmiedeten Beilen. Vielleicht ist das für Dich von Interesse.

Das kleine Tüllenbeil (letztes Foto) ist ein Original aus der Hallstatt-Zeit - nach 2.400 Jahren noch überraschend gut erhalten!

französische Beile, 18. und 19. Jhdt

 

französisches Beil, Lappentechnik Ende 18. Jhdt.

französisches Beil, Lappentechnik Anfang 19. Jhdt.

französisches Beil, 19. Jhdt. klein

Zimmererbeil, 19. Jhdt.

Das kleine Tüllenbeil (letztes Foto) ist ein Original aus der Hallstatt-Zeit - nach 2.400 Jahren noch überraschend gut erhalten!

Вложения:

Последнее редактирование: 21 мая 2022 г., 22:13, Jean Collin (Moin Jean, ich habe mal die Bilder aus den Anhängen in Deinen Beitrag eingefügt, damit Alle sie einfache sehen können. Gruß Christoph)